Vegane Ernährung beim Frühstück

Diese nervigen Sätze können Veganer*innen nicht mehr hören

Veganes Frühstück: Diese nervigen Sätze können Veganer*innen nicht mehr hören

Sonntag früh, 10:30 Uhr. Entspannt sitzt Du mit Deiner Family am gedeckten Frühstückstisch, nippst verträumt an Deinem Hafermilch-Latte und ahnst nichts Böses. Kaum hast Du allerdings zum ersten Bissen in Deine Avocado-Stulle angesetzt, gehen sie auch schon los: nervige Kommentare zu Deiner Ernährung – Deiner VEGANEN Ernährung. Und nicht nur das: Deine Family läuft heute sogar richtig zu Hochtouren auf. Diese Sätze können wir als Veganer*in beim besten Willen nicht mehr hören.

"Vegetarisch könnte ich ja. Aber ganz ohne Käse? Niemals."

Ganz ehrlich, liebe Schwester? We feel you! Das haben wir wohl alle gedacht, bevor wir Gouda & Co. von unseren Broten verbannt haben. Und ja, es war hart. Kein Wunder: Käse soll, ähnlich wie Zucker, sogar süchtig machen. Aber, Überraschung: Es geht. Wo ein Wille, da auch ein Weg. Oder eben ein veganer Käseschmelz. Du darfst natürlich nicht erwarten, dass vegane Käse-Alternativen schmecken wie das Original. Mittlerweile ist die Auswahl an veganen Käsealternativen allerdings riesig – und einige kommen erschreckend nah ans Original ran. Und: Du musst ja auch nicht von heute auf morgen Emmentaler, Feta & Co. komplett vom Speiseplan streichen. Kleine Schritte helfen dabei, die Käsesucht nach und nach zu besiegen.

"Aber in Milch ist doch so viel Kalzium." 

Ja Mama, in Kuhmilch steckt viel Kalzium. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass Pflanzen kalziumarm sind. Im Gegenteil: Lein- oder Chiasamen, Sesam, Mandeln, Amaranth, Soja oder grünes Blattgemüse sind optimale, vegane Kalziumlieferanten. Fast alle Pflanzendrinks sind mittlerweile ebenfalls mit Kalzium angereichert. Zum Vergleich: Ein Glas Kuhmilch (150 ml) enthält ca. 180 mg Kalzium, ein Glas Haferdrink mit Kalziumzusatz genau so viel. Wenn Du Deine besorgten Eltern beruhigen willst – oder mit ein paar Zahlen glänzen möchtest – mische das nächste Mal doch einfach einen Esslöffel Chiasamen und Mandelmus (je ca. 70 mg Kalzium) ins Müsli und spüle alles mit einem großen Glas Mineralwasser (bis zu 150 mg Kalzium) runter. 

Veganes Grünzeug

“Nur von Obst und Grünzeug wird man doch nicht richtig satt.“ 

Dein Magen grummelt und Dein kleiner Bruder schaut besorgt auf die Frühstücksbowl vor Dir. “Kein Wunder, nur von Obst und Grünzeug würde ich auch nicht satt werden”. Okay, wow. Abgesehen davon, dass Du dank der ganzen Kommentare noch gar nicht dazu gekommen bist, etwas zu essen, ist das natürlich absoluter Unfug. Du hast schließlich noch gar nicht damit angefangen, Deine Frühstücksschüssel gebührend anzurichten. Schonmal was von Toppings gehört? Die spielen bei Joghurt, Porridge und Smoothie Bowl ja wohl die Hauptrolle. Nicht nur für’s Auge, sondern auch für das gute Bauchgefühl. Drei Esslöffeln Mandelmus und der halben Packung Granola sei Dank ist Deine Smoothie Bowl dann gut und gerne auch mal ein halbes Kilo schwerer – mindestens. Toppings machen Dein “ach so veganes Frühstück” nicht nur sättigender, sondern auch viel nahrhafter. Das Geniale: Du kannst sie jeden Tag an Deine Gelüste – und an Deinen Hunger – anpassen. Dein Bruder rümpft die Nase. Den Kommentar, ob Du die Schüssel jetzt überhaupt noch heben kannst (haha), verkneift er sich heute aber ausnahmsweise.

"Vegane Wurst – muss das wirklich sein?"

Ne stimmt, das muss echt nicht sein. Es ist ja geradezu töricht, dass Veganer*innen eine – im wahrsten Sinne des Wortes – Extrawurst haben wollen. Fleisch hat schließlich ein Vorrecht darauf, als Wurst verarbeitet zu werden. Das war schon immer so – und darum bleibt das auch so. Dass für die Herstellung von veganer Wurst allerdings keine Tiere sterben müssen, scheint in der Argumentationskette häufig unter den Tisch gekehrt zu werden. Und: Veganer Aufschnitt kann mittlerweile auf jeden Fall sogar auch geschmacklich mit Fleischwurst und Salami mithalten. Um zur Frage zurückzukommen: Nein, vegane Wurst muss natürlich nicht sein. Aber sie bietet einen genialen Einstieg in die vegane Ernährung und ist perfekt für alle, die ihre geliebte Salami nicht sofort gegen einen fancy Linsen-Paprika-Aufstrich austauschen wollen. 

"Was kannst Du denn dann überhaupt noch essen?"

Gute Frage. Es ist ja nicht so, dass Du mittlerweile schon beim zweiten Kokos-Joghurt  und dritten Brötchen angekommen bist. Und das, obwohl Deine Schwester sämtliche vegane Aufstriche vernichtet hat (O-Ton: “Schmeckt ja gar nicht mal so schlecht”). Wenn man an das klassische deutsche Frühstück denkt – Wurst- oder Käsebrot, gekochtes Ei, Milchkaffee und Nutella-Toast – , bleibt für Veganer*innen natürlich nicht ganz so viel übrig, wenn Milch, Käse, Wurst und Ei wegfallen. Wer allerdings offen für Neues ist, wird schnell merken, wie abwechslungsreich, frisch und lecker ein veganes Frühstück sein kann. Stichwort Porridge, Rührtofu, Smoothie Bowl...

"Ich bin ja eigentlich auch schon fast vegan."

Getreu dem Motto “Geteiltes Leid ist halbes Leid” versucht Dein Bruder, die gekippte Stimmung mit einem “Jetzt macht mal langsam. Ich bin ja eigentlich auch schon fast vegan” zu retten. Ein prüfender Blick auf seinen Teller verrät Dir allerdings: Aber halt auch nur fast. Der Kommentar ist lieb gemeint, aber so richtig ernst kann er es mit dem Frischkäse-Bagel und der Riesenportion Rührei wohl nicht meinen. Schnell versucht er noch, die zwei Scheiben Bacon unter seiner Serviette verschwinden zu lassen. Zu spät. Er zuckt die Achseln und schaut Dich entschuldigend an. Aber hey, die zwei Gurkenscheiben auf dem Bagel und die Prise Schnittlauch im Rührei sind auf jeden Fall schon mal vegan. Weiter so, Bruderherz. Du bist auf dem richtigen Weg!

vegane Cupcakes 

Du hast Lust auf vegane #breakfastinspo ? Wie wäre es denn mal mit diesen leckeren gefüllten Granola Cups? Das Rezept findest Du auf unserem Blog. Oder schau doch mal bei Instagram vorbei und lass Dich von unseren Smoothie Bowls inspirieren.


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